Tabelle der Pokerhände und deren Rangfolge

Lesen Sie Pokerhände: Wichtige Informationen von Barry Carter.

Pokerhände: Die Rangfolge der Pokerblätter

Der Gewinner einer Pokerrunde ist der Spieler mit der besten Pokerhand, oder mit der letzten übrigen Hand. Bei Texas Hold’em besteht eine Pokerhand aus fünf Karten, die aus einer beliebigen Kombination aus den beiden Hole Cards des Spielers und den fünf aufgedeckten Gemeinschaftskarten (Community Cards) bestehen kann. Die beste Pokerhand basiert auf der folgenden Reihenfolge der Pokerhände, von der höchsten bis zu niedrigsten Hand.

Rangfolge der Pokerhände

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Royal Flush - Eine unschlagbare Hand bei Texas Hold'em. Ein Royal Flush ist der ranghöchste Straight Flush und besteht aus 10, J, Q, K und A derselben Farbe.

Straight Flush - Fünf aufeinanderfolgende Karten derselben Farbe, z.B. 7, 8, 9, 10, J - alle Herzen.

Four of a Kind (Vierling)- Vier Karten des gleichen Ranges, z.B. vier Asse, oder vier Buben.

Full House - Drei Karten eines Ranges und ein Paar. Zum Beispiel drei Siebener und ein Paar Könige.

Straight - Fünf aufeinanderfolgende Karten, jedoch nicht von derselben Farbe (z.B: 5, 6, 7, 8, 9).

Three of a Kind (Drilling)- Drei Karten des gleichen Ranges (z.B. drei Königinnen), auch als Trips bekannt.

Two Pair (Zwei Paare) - Zwei Karten des gleichen Ranges plus zwei ranggleiche Karten eines anderen Ranges.

One Pair (Ein Paar)– Zwei Karten des gleichen Ranges mit drei nicht zusammenpassenden Karten.

High Card (Höchste Karte)- Kann ein Spieler seine Hand bis zum River nicht verbessern, wird die höchste Karte in dieser Hand als beste Karte erachtet, z.B. Ace High oder King High.

Jetzt sollte die Reihenfolge der Pokerhände, von der höchsten bis zur niedrigsten, klar sein. Sie sollten jedoch wissen, dass in einigen Pokerspielen, wie beispielsweise Omaha Hi Lo, die Liste der Pokerhände in umgekehrter Reihenfolge sortiert wird. Sie sollten deshalb, bevor Sie mit dem Poker Spielen anfangen, die für das jeweilige Pokerspiel passende Poker Hand Tabelle heranziehen!


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Pokerhände: Wichtige Informationen

Posted by Barry Carter

Wenn Sie Texas Hold’em lernen, sollten Sie sich das Wissen über die Rangfolge der Pokerhände als erstes aneignen. In dieser Lektion erfahren Sie, welche Pokerhände Sie spielen sollten, und Sie werden sich wahrscheinlich von einem großen Verlierer, zu einem kleinen Verlierer verwandeln (Das ist kein Witz, zum Siegen bedarf es einen riesigen ersten Schritt).

Das Bilden einer Hand scheint eine Grundfertigkeit zu sein, aber da es eine Minute benötigt, um Poker zu lernen, jedoch ein Leben lang um es zu meistern, ist auch die Handauswahl viel komplizierter als es zunächst erscheint. Es geht nicht nur um die Stärke Ihrer Hand auf der Pokerhand-Tabelle; Die sogenannte "Playability", die Spielbarkeit einer Pokerhand ist ein sehr wichtiges Thema, das Sie verstehen sollten.

Playability: Die Spielbarkeit von Pokerhänden

Als fundamentalen Teil der Poker Strategie müssen Sie wissen, welche Pokerhände Sie spielen sollten. Es ist besonders wichtig, Fakten zu kennen, wie z.B. dass Pocket Fives als schwächere Hand erachtet wird, als Ass König, obwohl diese Hand technisch gesehen vor dem Flop liegt. Die Rangfolge der Pokerhände ist begrenzt, denn sie ist rein theoretisch. Sie berücksichtigt nicht die Komplexität von Poker, insbesondere beim Spiel nach dem Flop.

Wenn wir uns über die Spielbarkeit von Pokerhänden unterhalten, dann reden wir darüber, wie gut eine Hand nach dem Flop gespielt werden kann. Das bedeutet nicht die relative Stärke der Hand gegenüber einer zufälligen Hand (Pocket Asse sind immer noch der Favorit gegen jede zufällige Hand nach dem Flop, denn sie sind vor dem Flop), es bedeutet, wie einfach Ihre Entscheidungen gegen verschiedene Bord Texturen beim Flop sein werden, und wie wahrscheinlich Sie ‘dominiert’ werden.

Bei jeder Street sollten Sie sich stets eine grundlegende Frage stellen - “wo stehe ich in dieser Hand?” Sie können diese Frage einfacher beantworten, sobald Sie die Pokerhand Spielbarkeit verstehen.

Phil Hellmuth

Dominierte Pokerhände

Wir alle wissen von den Pokerhand-Tabellen, dass Pocket Assen sowohl Ass-Königin OffSuit als auch Sechs-Sieben Suited schlagen. Welche dieser zwei Hände würden Sie bevorzugen, wenn Sie gegen Bullets spielen müssten?

Ein Anfänger würde vielleicht Ass-Königin OffSuit wählen, denn in der Theorie ist diese Hand immer noch stärker als Sechs-Sieben Suited. In diesem Szenario wird Ass-Königin OffSuit allerdings dominiert und Sechs-Sieben Suited nicht dominiert.

Und wenn Sie dominiert werden, dann verlieren Sie nicht nur, sondern Sie haben kaum eine Chance, Ihren Gegner aufzuholen. Normalerweise ist es gut, ein Ass für Ass-Königin zu erhalten, aber bei diesem Beispiel ist nur noch ein Ass übrig und wenn es aufgedeckt werden würde, würde Ihr Gegner Trips erhalten. Ihre einzige Hoffnung ist, die beiden Königinnen zu erhalten, was aber sehr unwahrscheinlich ist.

Das häufigste Szenario, in dem Sie dominiert werden, ist in der Regel, wenn Sie beide ein Ass halten, aber Ihr Gegner einen besseren Kicker hat. Sie haben zum Beispiel Ass-Sechs und Ihr Gegner Ass-König.

Kleine Asse sind die ultimativen ‘Trap Hands’. Sie sehen verlockend aus, da wir alle wissen, dass ein Paar Asse stark ist, aber wenn zu viel Action involviert ist, dann liegen Sie ziemlich sicher zurück.

Fragen Sie sich selbst, was Sie bekommen möchten, wenn Sie eine Hand Ass-Sechs Offsuit erhalten? Wenn Sie Ihr Ass verwenden, dann werden Sie oft stärkeren Assen begegnen und verlieren. Wenn Sie Ihre Sechs verwenden, dann werden Sie es oft mit höheren Pairs aufnehmen müssen, und ziehen wieder den Kürzeren.

Wenn Sie sich mit dem Konzept der dominierenden Hände auskennen, wird es Sie davor schützen, immer wieder in Szenarien zu kommen, wo Sie die zweitbeste Hand halten.

Live Hände

Um wieder zum ersten Beispiel zu kommen, Sechs-Sieben Suited wird, bei einem sehr schwachen Preflop, nur selten beim Flop dominiert werden. Während Sie es nie wirklich versuchen, eine Ein-Paar-Hand damit zu bilden, gibt es mehrere realistische Möglichkeiten, die Ihnen Hoffnung auf einen Gewinn machen können – indem Sie zwei Paare, einen Straight oder einen Flush bilden.

Also wenn Sie zum Beispiel Sechs-Sieben Herzen haben und der Flop mit AH 5S 9H kommt, wissen Sie, dass Sie wahrscheinlich einem großen Paar gegenüberstehen. Sie haben dennoch einen guten Grund, die Wette zu callen, denn Sie könnten ein Herz für einen Flush erhalten, oder eine Acht für einen Straight. Wenn Sie Ass-Sechs Offsuit haben, stehen Sie wahrscheinlich einem besseren Ass gegenüber, aber wenn Sie gewinnen, wird Ihre Gegner wahrscheinlich nur folden, weil das Ass eine Scare Card ist und Sie nur einen kleinen Pott gewinnen werden.

Ein weiterer großer Vorteil von Händen, die nicht dominiert werden, ist, dass Ihr Entscheidungsfindungsprozess um einiges leichter wird. Im oberen Beispiel wissen Sie genau, wo Sie in der Hand stehen, wenn Sie den Suited Connector haben. Sie werden entweder Ihren Draw vervollständigen, oder die schlechteste Hand haben. Wenn Sie jedoch Ass-Sechs Offsuit haben, wissen Sie nicht, ob Ihre Hand die Beste ist und Sie werden oft teure Folds oder Calls machen werden.

Ein großartiges Beispiel für eine gut spielbare Hand ist das kleine Pocket-Paar. Mit einem kleinen Paar sollten Sie den Flop billig spielen. Mit so einer Hand sollten Sie nicht in den Krieg ziehen. Wenn die Potts größer werden, befinden Sie sich in einer Coinflip Situation und in den meisten Fällen werden Sie verlieren. Wenn Sie es allerdings billig halten, wird diese Hand leicht und profitabel zu spielen sein.

Mit einem kleinen Pocket-Paar sollten Sie das Ziel haben, beim Flop ein Set zu bilden. Dieses Szenario kann sehr profitabel sein, denn eine Hand, wie z.B. ein Set mit Vieren ist sehr stark, aber auch sehr gut getarnt. Sets sind schwer zu erhalten und Sie können sehr große Potts gewinnen, wenn Sie sie gut spielen. Beim Flop sind sie auch sehr gut spielbar, denn es ist buchstäblich ein Fall von ‘pump it or dump it’. Wenn Sie ein Set erhalten, sind Sie bereit, um Ihren gesamten Stack zu spielen. Wenn Sie Ihre Hand beim Flop nicht verbessern können, ist es ein einfacher und billiger Fold. Es gibt selten eine knifflige Mittelweg-Situation, wie es wäre, wenn Sie ein Second Pair oder schwache Top Pair Hände erhalten würden.

Stu Ungar

Dominierende Hände

Nur ein kurze Hinweis: Die Premium-Hände, die Sie von der Tabelle mit der Hand-Rangordnung kennen, sind dennoch die besten Hände, mit denen Sie viel Geld gewinnen können. Wenn unerfahrene Spieler zuerst den Wert spekulativer Hände lernen, wie kleine Pairs und Suited Connectors, überschätzen sie diese oft und vergessen, dass Aces, Kings, Queens und Ace-King immer noch die besten Hole Cards sind, die man erhalten kann.

Wenn Sie solche Hände erhalten, können Sie die oberen Lektionen anwenden und vermeiden, sich selbst Fallen zu stellen. Ideal ist, wenn Sie in großen Potts gegen Hände spielen, die Sie dominieren und nicht, dass Ihr Gegner mit einem unwahrscheinlichen Set oder Flush auftaucht.

Sie erreichen dies, wenn Sie die Potts vor dem Flop groß machen. Das erhalten Sie, indem Sie, wenn Sie einen starken Preflop halten, raisen und reraisen. Wenn Sie dies tun, eliminieren Sie meistens die spekulativen Hände, wie z.B. kleine Paare und Suited Connectors Ihrer Gegner. Das bedeutet, dass Sie an ‘wet’ Flops mit viel mehr Selbstvertrauen herangehen können.

Wenn Sie mit einer Hand wie Pocket Asse limpen, oder callen, laden Sie Ihre Gegner mit allen Arten von Händen ein mitzumachen, und Sie werden keine Ahnung haben, wo Sie im Pott stehen.

Spielbarkeit und Position

Ein weiteres wichtiges Konzept ist, dass einige Hände sehr gut spielbar sind, wenn Sie sich in Position befinden (d.h. Sie sind der letzte, der nach dem Flop handelt), wohingegen es fast unmöglich ist zu spielen, wenn Sie als Erster handeln müssen.

Wenn Sie sich in Position befinden, dürfen Sie zuletzt handeln. Das bedeutet, dass Ihr Gegner Ihnen schon einen Hinweis von der Stärke seiner Hand gegeben hat und Sie können entweder callen oder checken.

Wenn Sie sich in Position befinden, ist eine Hand wie Ass-Sechs eigentlich nicht annähernd so schlecht, weil Sie diese zum Zweck der ‘Pot Control’ verwenden können. Das heißt, Sie können den Showdown erreichen, indem Sie drei oder weniger Wetten callen. Wenn Sie jedoch der Erste waren, der Handeln durfte und Sie Ihren Einsatz vornehmen, könnten andere Spieler ganz leicht Re-Raise machen und Sie würden vor einer sehr teuren Entscheidung stehen.

Suited Connectors ist eine klassische Hand, die sich in der Position sehr gut spielen lässt, und schrecklich, wenn man nicht in Position ist. Wenn Sie einen Draw floppen, sollten Sie die Turn und River Karten so billig wie möglich spielen, damit Sie folden können, wenn Sie danebentreffen. Das ist viel einfacher durchzuführen, wenn Sie als letzter Spieler handeln, denn wenn die Einsätze wuchtiger werden, können Sie Ihre Verluste eingrenzen und die Hand verlassen.

Crandell Addington

Anzahl der Spieler im Pott

Ein letzter interessanter Hinweis über die Pokerhand Spielbarkeit ist, dass sich der Wert einer Hand und deren Spielbarkeit, je nach Anzahl der Spieler, die sich beim Flop am Tisch befinden, ändert. Um es einfach auszudrücken, je mehr Spieler sich am Pott beteiligen, desto wahrscheinlicher ist es, dass jemand etwas Großes gefloppt hat.

In Multi-Way Potts verlieren Premion One-Pair Typ Hände erheblich an Wert. Pocket Assen schlagen einen einzigen zufällig gewählten Gegner zu 88%, aber wenn Sie mit zwei zufällig gewählten Gegnern konfrontiert werden, sind es nur 76%. Wenn Sie sechs zufällige Gegner haben, werden Sie zum Underdog, und haben eine Gewinnwahrscheinlichkeit von nur 44%. Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, warum Sie das Spielerfeld, durch Raisen solcher Hände ausdünnen und gleichzeitig umsichtig vorgehen sollten, wenn Sie an Family Pots teilnehmen.

Hände, wie Suited Connectors und kleine Paare, steigen jedoch tatsächlich im Wert, je mehr Spieler sich am Tisch befinden. Es macht sie spielbarer, wenn mehrere Spieler am Pott teilnehmen, anstatt wenn Sie nur einem Gegner entgegen treten würden.

Es ist jedoch nicht so, dass Sie Ihre Hand automatisch öfter auf magische Weise erhalten werden, wenn sich mehr Spieler im Pott befinden. Spekulative Hände sind in Multi-Way Pots spielbarer, denn wenn Sie Ihre Hand erhalten, können Sie viel mehr gewinnen.

Dem ist so, weil es mehr Geld zu gewinnen gibt. Wenn in einem Standard $100NL Pot vier Gegner dabei sind, gibt es maximal 400zu gewinnen, wenn Sie Ihre Hand erhalten. In einem Heads-Up stattdessen, wären es nur 100$. Wenn Sie Ihr/en Set/Flush/Straight erhalten, werden Sie wahrscheinlich alle vier Gegner dominieren. Wenn Sie allerdings mit Ihrem ganzen Geld mit Assen All-In gehen, stehen die Chancen, dass zumindest einer der vier anderen Spieler Sie schlagen würde.

Zweitens, je mehr Spieler im Pott sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass mindestens ein Spieler eine zweitbeste Hand erhalten hat. Ein Heads-Up-Gegner wird seine Hand im Flop nicht verbessern können und recht schnell folden, wenn Sie eine Monster-Hand erhalten. In einem Multi-Way Pot jedoch, haben Sie viel bessere Chancen, ausbezahlt zu werden.

Grantland Rice

Die Pokerhand Spielbarkeit entwickelt sich stets weiter

Die Spielbarkeit einer Pokerhand einschätzen zu können, ist eine Wissenschaft für sich, eine, an die Sie sich ständig anpassen müssen, weil sich das Spiel entwickelt und Sie höhere Stakes spielen werden. Einige Hände sind spielbarer bei Nits, als bei Maniacs. Einige Hände sind leichter zu spielen bei schwachen Gegnern und einige sind besser bei starken Spielern zu spielen. Einige Hände sind besser bei Low Stakes, aber wiederum schlecht bei High Stakes. Ich empfehle Ihnen, einige kostenlose Poker Calculators, wie z.B. PokerStove auszuprobieren, um diesen Teil Ihres Skillsets zu verbessern.

Die Pokerhand Rangfolge an sich ist allgemeingültig. Asse werden in Theorie immer Könige schlagen. Die Pokerhand Spielbarkeit ist jedoch ungewisser und situationsbedingt. Wenn Sie erkennen, ob eine Hand gut spielbar ist, oder ob sie Gefahr läuft, dominiert zu werden, haben Sie eine Fertigkeit, die Sie von den meisten anderen Spielern abhebt. Dieses Wissen macht Ihren Entscheidungsprozess auch weniger belastend.


Barry CarterBarry Carter ist der Redakteur von PokerStrategy.com und der Mitverfasser von The Mental Game of Poker 1 & 2. Er arbeitet seit fast zehn Jahren als Verfasser in der Poker-Industrie, ist aber in erster Linie ein leidenschaftlicher Pokerspieler. Barry hat die letzten fünf Jahre damit verbracht, an der Seite des renommierten Mental Game Coach Jared Tendler zu arbeiten, weshalb Sie in seinem Schreiben oft einzigartige Perspektiven aus der Welt der Psychologie sehen werden.


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